Blockflöte für Kinder — Holzblockflöte auf Notenblatt

Blockflöte

Die bewährte Einstiegsempfehlung seit Generationen — günstig, intuitiv und doch ist die Blockflöte kein reines Anfängerinstrument.

Alter Ab 4–5 Jahre (Sopranflöte)
Preis Einstieg schon unter 10 € (ABS Kunststoff)
Griffsystem Barock (empfohlen), vgl. Text unten!
Unterricht Gruppenunterricht sehr gut geeignet
Lernkurve Flach — erste Töne sofort möglich

Warum empfehlen Musiklehrer seit Generationen die Blockflöte?

Die Blockflöte ist kein Zufallsprodukt der Musikpädagogik — sie wurde zum Standardeinstiegsinstrument, weil sie drei entscheidende Vorteile vereint: einen günstigen Preis, eine intuitive Tonerzeugung und eine bewährte Unterrichtsstruktur.

1. Der Preis

Im Vergleich zu praktisch allen anderen Musikinstrumenten ist die Blockflöte ausgesprochen günstig. Es gibt durchaus empfehlenswerte Kunststofflöten für weniger als 10 €. Es handelt sich somit um einen Betrag, der es Eltern erlaubt, erst einmal auszuprobieren, ob das Kind wirklich dabei bleibt, bevor größere Investitionen getätigt werden. Details zum Thema Preis gibt es weiter unten im Ratgeberteil.

2. Die Tonerzeugung

Das Entscheidende an der Blockflöte ist nicht, dass man „einfach hineinbläst" — sondern dass ein Kind tatsächlich sofort Töne erzeugen kann. Blasen Sie zum Vergleich in eine Trompete: Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts hören, denn es fehlt Ihnen der sogenannte „Ansatz", also die richtige Lippenspannung. Die Blockflöte hingegen belohnt die ersten Versuche sofort mit einem erkennbaren Ton.

Das bedeutet nicht, dass die Blockflöte leicht zu meistern ist — aber die ersten Erfolgserlebnisse kommen schnell. Das ist für die Motivation eines Kindes von unschätzbarem Wert.

3. Der Gruppenunterricht

Blockflötenunterricht findet häufig in kleinen Gruppen statt — und das ist pädagogisch ein enormer Vorteil. Kinder lernen gemeinsam Musik zu machen, aufeinander zu hören und sich aufeinander einzustellen. Zusammen Musik zu machen macht Spaß und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Eine Gruppe von 3 bis 7 Kindern ist ideal — groß genug für das gemeinsame Spiel, klein genug damit der Lehrer auf jedes Kind eingehen kann.

Blockflöte Fingerlöcher Detail

Die Blockflötenfamilie

Die meisten denken bei Blockflöte an die Sopranflöte (C-Flöte) — und das ist der richtige Einstieg für Kinder.

Blockflöte — Hörbeispiel

Sopranblockflöte, Hörbeispiel

Wer dabei bleibt und Fortschritte macht, wechselt oft zur Altflöte (F-Flöte), die tiefer klingt und größere Fingerabstände hat.

Blockflöte — Hörbeispiel

Sopranflöte mit Altflöte, Hörbeispiel

Darüber hinaus gibt es noch die Tenorflöte (wieder in C, eine Oktave tiefer als die Sopranflöte) und die Bassflöte, die bereits Klappen benötigt, da die Finger allein nicht mehr weit genug spreizen könnten. Im Zusammenspiel klingt die Blockflötenfamilie außerordentlich harmonisch.

Das große Missverständnis: Nur ein Anfängerinstrument?

Viele Eltern — und leider auch manche Musiklehrer — betrachten die Blockflöte als reines Durchgangsinstrument auf dem Weg zu „richtigen" Instrumenten. Das ist falsch. Die Blockflöte hat eine reiche Konzertliteratur, es gibt meisterhafte Virtuosen auf diesem Instrument, und wer es wirklich beherrschen möchte, muss ebenso viel üben wie ein Violinist oder Saxophonist.

Der Unterschied ist nur, dass der Weg zur ersten einfachen Melodie deutlich kürzer ist — was sie ideal für Kinder macht, die schnelle Erfolgserlebnisse brauchen, um die Motivation aufrechtzuerhalten.

Blockflöte, Mundstück

Wichtige Kauftipps für Eltern

Griffsystem zuerst klären

In Deutschland sind zwei Griffsysteme verbreitet: das barocke (englische) System und das deutsche System. Die Flöten beider Systeme sehen fast identisch aus, unterscheiden sich aber in der Bohrung. Daher erfordern sie unterschiedliche Griffe bei bestimmten Tönen. Während das deutsche System etwas einfach ist (am Anfang), ist das barocke System vielseitiger und dem deutschen System überlegen,sobald man über das Anfänder Stadium hinauskommt. Klären Sie also vor dem Kauf unbedingt mit dem Lehrer, welches System im Unterricht verwendet wird.

Empfehlung: Das barocke System ist das überlegene und wird weltweit verwendet. Wenn Sie die freie Wahl haben, wählen Sie barock.

Musikgeschäft statt Spielzeugabteilung

Ein Musikinstrument kauft man im Musikfachgeschäft und nicht in einem Spielzeugladen. Das gilt auch und ganz besonders für die Blockflöte! Es spricht auch nichts gegen einen Kauf online, wenn Sie wissen, was Sie wollen. Gute Einstiegsmarken für Schülerflöten sind Moeck, Mollenhauer oder Yamaha. Inzwischen gibt es auch (ähnlich wie beim Discounter) Eigenmarken großer Musikalienhändler zu einem vergünstigten Preis. Im Falle der Blockflöte spricht aus meiner Sicht nichts gegen derartige Budget Instrumente. Bei 'komplizierteren' Instrumenten (Gitarre etc.) wäre ich diesbezüglich vorsichtig.

Auf die Gruppengröße achten

Wenn Sie zwischen verschiedenen Kursangeboten wählen können: Bevorzugen Sie kleinere Gruppen. Drei bis sieben Kinder sind ideal. Bei mehr als zehn Kindern kann kein Lehrer mehr auf das einzelne Kind eingehen — und die Qualität des Unterrichts leidet merklich.

Erzwingen Sie nichts

Falls Ihr Kind partout keine Blockflöte spielen möchte — akzeptieren Sie das. Zwang erzeugt bei musikalischen Kindern nachhaltigen Schaden, weil er die Musik selbst negativ besetzt. Ein Fußball ist manchmal die bessere Investition als eine Blockflöte gegen den Willen des Kindes.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind Blockflöte lernen?

Die Sopranblockflöte ist ab etwa 4–5 Jahren geeignet. Das genaue Alter hängt stark von der individuellen Entwicklung des Kindes ab. Entscheidend ist, dass das Kind Interesse zeigt und in der Lage ist, die Löcher mit den Fingern sauber abzudecken. Nach dem Erlernen der Grundlagen empfehlen viele Lehrer einen Wechsel zur Altflöte (F-Flöte). Dies kommt etwa ab 9-10 Jahren in Frage. Voraussetzung ist, dass die Finger groß genug sind, alle Löcher der größeren Altflöte sauber abzudecken.

Barockes oder deutsches Griffsystem — was soll ich kaufen?

Kaufen Sie auf keinen Fall eine Flöte, bevor Sie sich beim zukünftigen Lehrer erkundigt haben, welches System im Unterricht verwendet wird. Grundsätzlich gilt das barocke (englische) Griffsystem als überlegen — es wird weltweit verwendet. Das deutsche System ist nur noch an wenigen deutschen Musikschulen im Einsatz.

Ist die Blockflöte wirklich nur ein Anfängerinstrument?

Nein — das ist ein verbreitetes Missverständnis. Die Blockflöte ist zwar ein ideales Einstiegsinstrument, aber kein reines Anfängerinstrument. Auf der Blockflöte gibt es meisterhafte Virtuosen, und echte Meisterschaft erfordert genau so viel Übung und Talent wie auf jedem anderen Instrument.

Was kostet eine brauchbare Blocklöte?

Für den Einstieg gibt es eine Sopranflöte (C-Flöte) aus Kunststoff bereits unter 10 €. Einige Musiklehrer werden bei einer Kunststoffflöte immer noch die Nase rümpfen, aber ganz ehrlich: Diese günstigen Kunststofflöten sind (besonders für den Anfang) absolut ausreichend, sie sind pflegeleicht und sie klingen erstaunlich gut. Ein günstiges Schülerinstrument aus Holz beginnt bei etwa 45 € (Kopfstück aus Kunststoff). Eine Blockflöte vollständig aus Holz (Birnholz oder ähnliches) kostet ab 80 € aufwärts. Möchte man hochwertige Tonhölzer (Palisander o.ä.) gelangt man schnell in den Bereich mehrerer hundert Euro. Wichtig: Kaufen Sie im Musikfachhandel (den gibt es auch online!), nicht im Spielzeugladen.

Was kostet guter Blockflötenunterricht?

Gruppenunterricht an Musikschulen beginnt oft bei 15–25 € pro Monat und ist besonders für den Einstieg empfehlenswert. Einzelunterricht kostet in der Regel 30–60 € pro Stunde. Viele Grundschulen bieten Blockflötenunterricht im Klassenverbund an.

Ich möchte noch mehr Details!

Die gute alte Blockflöte! Unser Ausbilder zu meiner Zeit als auszubildender Musikalienhändler nannte das Instrument liebevoll "Blökflöte". Sie ist zugleich Quell der Freude und höchster Qual. Natürlich ist sie ein vollwertiges Musikinstrument, viele sehen die Blockflöte aber lediglich als Kinderinstrument. Ein Instrument spaltet die Republik. Man liebt es oder man hasst es. Alles Klischees? Vielleicht. Ich versuche in diesem Artikel, mich der Blockflöte objektiv zu nähern und führe einige Gründe auf, warum Musiklehrer(innen) Eltern seit Generationen eine Blockflöte zum Einstieg für ihre Kinder empfehlen. Ein ganz wichtiger und zugleich profaner Grund gleich einmal vorab:

Der Preis. Eine Blockflöte in der Standardausführung ist nicht besonders teuer. Weder der Materialeinsatz, noch die Herstellung an sich sind besonders kostspielig. Während es beispielsweise sehr aufwändig ist, eine gute Querflöte herzustellen (denken Sie allein an die Feinmechanik, die für das verwirrende Klappensystem Verwendung findet), besteht eine Blockflöte traditionell im wesentlichen aus einem gedrechselten Stück Holz, das verschiedenartige Fräsungen und Bohrungen über sich ergehen lassen musste. Noch günstiger in der Herstellung sind die Flöten aus Kunststoff, die bei Kindern inzwischen die Marktführerschaft übernommen haben.

Entscheidend für die Tonerzeugung ist das Mundstück bzw. der sogenannte Block. Dieser muss zugleich mit der Feuchtigkeit fertig werden, welcher eine Blockflöte beim Spielen naturgemäß ausgesetzt ist und wird daher oft aus einem anderen Holz gefertigt als der restliche Korpus. Eben diese Feuchtigkeit ist auch der Grund, warum der Trend zunehmend zu Blockflöten aus Kunststoff geht. Der Klang derartiger Kunststoffflöten ist erstaunlich gut und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass nur die wenigsten in einem Blindtest den Unterschied zwischen einer Holz- und Kunststoff-Blockflöte hören würden. Inzwischen bieten die meisten Hersteller auch Mischformen an, d.h. den Korpus (mit den Grifflöchern) aus Holz und das Mundstück aus Kunststoff. Es ist unmittelbar einleuchtend, dass Holz sehr viel heftiger auf Feuchtigkeit und ähnliches Ungemach reagiert als Kunststoff. Doch noch ein Wort zu den traditionell verwendeten Hölzern: Während Blockflöten in Deutschland früher meist aus Birnbaum oder Ahorn gefertigt wurden, kommen bei den hochwertigen Instrumenten heute sogenannte Edelhölzer oder Tropenhölzer zum Einsatz, die den Preis natürlich beträchtlich in die Höhe treiben. Ein derartiges Instrument ist für ein Kind, das mit dem Spielen erst beginnt aber sicherlich nicht nötig. Unterm Strich bleibt festzuhalten: Im Vergleich zu anderen klassischen Instrumenten ist die Blockflöte überaus günstig. Ein vernünftiges Schüler-Instrument (aus Kunststoff!)

ist bereits unter 10 € zu haben. Doch der günstige Preis ist sicherlich nicht der einzige Grund für die Popularität der Blockflöte. Der wichtigere Grund dürfte die Art der Tonerzeugung sein. Wieso? Was ist denn so besonders an der Art der Tonerzeugung? "Man bläst herein" werden viele sagen. Auch in eine Trompete oder ein Saxophon bläst man doch herein. Na und? Wenn Sie die Möglichkeit haben, probieren Sie es selber einmal aus! Blasen Sie einmal in eine Trompete herein und Sie werden mit einiger Wahrscheinlichkeit - nichts hören. Zumindest keinen Ton im eigentlichen Sinne (es sei denn, Sie sind zufällig Trompeter...) Warum bekommen Laien keinen Ton aus einer Trompete heraus? Weil es ihnen an der nötigen Lippenspannung und dem sogenannten "Ansatz" fehlt. Und die Blockflöte? Wenn es Ihnen gelingt, alle Löcher sauber zuzuhalten und Sie (vorsichtig) in die Flöte hinein blasen (nicht pusten und nicht beißen!), dann werden Sie in der Regel mit einem Ton belohnt, möglicherweise sogar einem sauberen C. Nun aber zurück zu den Kindern. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf Kinder etwa ab Vorschul/Grundschulalter. Das Alter, ab dem das Erlernen einer Blockflöte bei IHREM Kind Sinn macht, hängt sehr stark von dessen individuellen Anlagen und Interessen ab. Viel jünger als 4 sollte ein Kind aber nicht sein. (Wenn Ihr Kind noch jünger ist und Sie es gar nicht erwarten können, bis es Ihnen etwas vorspielt, könnten Sie zunächst einmal ein Glockenspiel in Erwägung ziehen.)

Ein Kind ist ebenso wie ein Erwachsener meist intuitiv in der Lage, einer Blockflöte die ersten Töne zu entlocken und daher ist diese natürlich äußerst geeignet, ein Kind an die Welt der Musikinstrumente heranzuführen. Auch die Fingertechnik ist im Falle der Blockflöte relativ einfach zu erlernen. Wenn das Kind mit der Hilfe eines Erwachsenen erst einmal herausgefunden hat, mit welchen Fingern es welches Loch sauber abdeckt, ist es nur noch ein kleiner Schritt zu den ersten einfachen Melodien. Innerhalb weniger Wochen wird ein durchschnittlich musikalisches Kind mit ein wenig Anleitung in der Lage sein, einfache Lieder zu spielen (etwa vom Schwierigkeitsgrad traditioneller Weihnachtslieder). Ich wollte das Klischee der Blockflöte unterm Weihnachtsbaum doch wenigstens einmal kurz streifen!

"Aber das kann doch noch nicht alles sein" werden viele sagen. Stimmt! Auch die Art des typischen Blockflöten Unterrichts ist für Kinder sehr gut geeignet. Wie kann man sich Blockflöten-Unterricht denn typischerweise vorstellen? "Als Gruppenunterricht" ist die häufigste Antwort. "Und das ist auch gut so" möchte ich hinzufügen. Eine einzelne Blockflöte klingt tendenziell etwas dünn, mehrere Blockflöten klingen durchaus gut zusammen (wenn wir hier mal die falschen Töne ausklammern). Noch wichtiger ist aber die soziale Komponente derartigen Gruppenunterrichts. Die Kinder lernen, aufeinander einzugehen und im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander zu hören. Zusammen Musik zu machen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und macht Spaß, sonst gäbe es nicht so viele Bands auf der Welt. Der Gruppenunterricht gibt weiterhin die Möglichkeit, Mehrstimmigkeit einzuführen und auszuprobieren.

Viele denken aufgrund der oben aufgeführten Umstände, welche dem Anfänger schnelle Fortschritte beim Erlernen des Instrumentes ermöglichen, handele es sich bei der Blockflöte lediglich um ein Anfängerinstrument. Das stimmt so nicht. Auch auf der Blockflöte gibt es meisterhafte Künstler und um es auf diesem Instrument zu wahrer Meisterschaft zu bringen, ist ebenso viel Übung und Talent vonnöten wie bei jedem anderen Musikinstrument. Welche für Blockflöten gibt es und worin liegt der Unterschied zwischen den Flöten? Sicherlich hat jeder schon einmal eine Blockflöte gesehen und auch gehört, so dass ich mich hier kurz fassen kann. Bei einer Blockflöte denkt man meist an die Sopranflöte (oder C-Flöte). Kindern, die nach Absolvierung eines ersten Blockflöten Kursus noch mit Spaß bei der Sache sind und gerne bei der Blockflöte bleiben möchten, wird oft die Altflöte empfohlen (oder F-Flöte). Diese ist etwas länger, klingt dadurch tiefer und hat daher auch größere Abstände zwischen den Bohrungen. Das heißt konkret, dass die Kinder ihre Finger weiter spreizen müssen, so dass die F-Flöte für kleine Kinder sicherlich noch keine Option ist. Das gilt natürlich umso mehr für die Tenorflöte (diese ist wieder in C, klingt aber eine Oktave tiefer als die Sopranflöte). Wegen der noch weiteren Fingerspreizung werden einige Tenorflöten mit einer Fußklappe angeboten. Die Bassflöte muß so groß sein, um die gewünschten tiefen Töne zu erzeugen, dass es selbst für Erwachsene nicht mehr möglich wäre, die Finger entsprechend weit zu spreizen. Daher verfügt die Bassflöte über Klappen, die hier aushelfen. Abschließend noch einige Eltern-Tipps zur Vermeidung typischer Fehler:

1) Es gibt 2 verschiedene Griffsysteme: Das sogenannte "deutsche Griffsystem" und das deutlich überlegene "barocke (oder englische) Griffsystem". Die Flöten beider Systeme unterscheiden sich durch die Bohrungen. Obwohl sich die unterlegene deutsche Griffweise auch in Deutschland weiter auf dem Rückzug befindet, wird sie dennoch von einigen Musikschulen bzw. Lehrern vorgeschrieben. Bitte erkundigen Sie sich vor Anschaffung eines Instruments unbedingt, welches System Grundlage des jeweiligen Kursus sein wird. Wenn Sie eine Flöte mit dem "falschen" System gekauft haben, bleibt ihnen nichts übrig, als noch eine weitere zu erwerben, diesmal mit dem "richtigen" System - oder sich einen anderen Kursus zu suchen. Wie bereits oben unter dem Stichwort "Der Preis" beschrieben, ist eine Blockflöte relativ günstig und wenn man weiß, welches Griffsystem man möchte (s.o.), kann man nicht viel falsch machen mit einem Einsteiger-Instrument eines etablierten Herstellers. Wer nicht vor dem bösen Wort "Plastik" zurückschreckt, dem seien stellvertretend für andere Hersteller Kunststoff Blockflöten von Yamaha empfohlen, die man guten Gewissens auch online kaufen kann.

2) Achten Sie auf die Gruppengröße. Die meisten Musikschulen bieten Blockflöten-Unterricht im Rahmen kleiner bis mittelgroßen Gruppen an. 3 bis 7 Kinder bilden beispielsweise eine Gruppenstärke, welche den Spaß am gemeinsamen Lernen nicht zu kurz kommen lässt, bei welcher der (die) Lehrer(in) aber dennoch gut auf das einzelne Kind eingehen kann. Wenn es deutlich mehr Kinder werden, wird es sicherlich nicht mehr möglich sein, individuell auf jedes Kind einzugehen und es besteht die Gefahr, dass die Gruppenstunde im Chaos versinkt (es sei denn, die Lehrerin ist ein Kommunikationsgenie oder ein Diktator...) Falls Sie also die Möglichkeit haben, zwischen verschieden starken Gruppen zu wählen, sollten Sie eher zur überschaubaren (kleineren) Gruppe tendieren.

3) Für viele Kinder ist die Blockflöte ein wunderbarer Einstieg in die Musik. Warum das so ist, habe ich oben ausführlich beschrieben. Falls dies aber auf Ihr Kind nicht zutrifft und es nicht Blockflöte spielen will, dann lassen Sie es in Ruhe! Zwingen Sie Ihr Kind nicht, ein Instrument zu lernen, das es ablehnt. Damit könnten Sie auch (oder sogar besonders) bei einem musikalischen Kind dauerhaften Schaden anrichten. Kaufen Sie dann lieber etwas, das es interessiert. Auch wenn es ein Fußball ist.