Keyboard für Kinder — Buntes Kinderkeyboard mit Lernfunktion

Keyboard & Klavier für Kinder

Das Harmonieinstrument schlechthin — wer Klavier lernt, versteht Musik.

Alter Ab 4–5 Jahre möglich
Preis Home Keyboard ab ca 60 €, Digitalpiano ab 350 €
Unterricht Einzel- oder Gruppenunterricht
Lernkurve Flach am Anfang, dann steil
Vorteil Beste Grudlage für alle anderen Instrumente

Klavier spielen — die beste Basis für alle anderen Instrumente

Das akustische Klavier - oder noch beeindruckender der Konzertflügel - gilt seit Jahrhunderten und bis auf den heutigen Tag als König der Musikinstrumente. Zurecht, denn die Vielseitigkeit des Instruments, der zeitlose Klang, das Volumen, die Größe und die Lautstärke stellen die anderen akustischen Instrumente in den Schatten. Hinzu kommt der pädagogische Vorteil, dass man alle erreichbaren Töne gewissermaßen schwarz auf weiß vor einem liegen. Ohne einen einzigen Ton zu spielen, kann man sich alles direkt vor Augen führen: Töne, Halbtonschritte, Oktaven, Akkorde. Kein anderes Instrument macht Musiktheorie so anschaulich. Nicht zuletzt deshalb empfehlen viele Musikpädagogen das Klavier als erstes Instrument. Vergleichbar mit einem Lateinlehrer, der die Sprache Latein empfiehlt als ersten Zugang zu allen romanischen Sprachen. Das Klavier stellt sozusagen den Zugang zur abendländischen Musik dar.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmalig des Klaviers: Man kann ganz alleine wunderbare Klangwelten erschaffen, bestehend aus Melodien, reichen Harmonien und Rhythmik (vgl 'Die wunderbare Welt der Akkorde'). Das gilt zwar in abgeschwächter Weise auch für die Gitarre aber während man bei dieser auf 6 Töne gleichzeitig beschränkt ist, biete das Klavier die theoretische Möglichkeit, 88 Töne gleichzeitig anzuschlagen. Das Klavier ist also auch der König der Polyphonie!

Wenn der größte Vorteil gleichzeitig der größte Nachteil ist

Die Größe, die Lautstärke und die Komplexität eines akustischen Klaviers stellen gleichzeitig einige Probleme dar: Es ist so laut, dass Mitbewohner und Nachbarn unfreiwillig mithören (das ist nicht immer angenehm!) Das Klavier ist aufgrund seiner Größe und seines Gewichts quasi nicht zu bewegen und es ist sehr teuer. Seit die Elektronik Einzug in die Welt der Musik gehalten hat, suchte man nach Möglichkeiten, das Klavier elektronisch nachzubilden. Dabei entstanden neue, elektronische Tasteninstrumente ('Keyboards'). Orgeln, Synthesizer, E-Pianos u.v.m. Als dann zur Elektronik auch noch die Digitalisierung kam (Stichworte 'MIDI' und 'Sampling'), wuchs die Zahl der neuen Keyboards ins Unermessliche. Etwas vereinfacht kann man sagen, dass man bis in die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts noch versuchte, den Klang des Klaviers elektronisch zu imitieren, während man spätestens seit Beginn des neuen Jahrtausends mit den Fortschritten in der Speichertechnologie immer besser darin wurde, den Klang des akustischen Klaviers aufzunehmen (zu 'samplen'), und digital zu speichern, so dass man den 'echten Klang' mit Hilfe eines wesentlich kleineren elektronischen Keyboards auf Tastendruck wiedergeben kann.

Klavier oder Keyboard? Eine saubere Begrifflichkeit

Wir müssen an dieser Stelle einmal die Begrifflichkeit klären, damit wir sauber unterscheiden können. Der Begriff 'Keyboard' ist zunächst einmal ein Oberbegriff für alles, was Tasten hat. Dazu gehören alle elektronischen Tasteninstrumente aber auch das Klavier selbst. Eine Gattung der Keyboards sind die sogenannten 'Home Keyboards'. Inzwischen sind auch diese Home Keyboards mit durchaus brauchbaren Sounds (basierend auf Samples) ausgestattet. Sie zeichnen sich insbesondere durch die eingebauten (kleinen) Lautsprecher aus. In Deutschland werden diese Home Keyboards oft einfach als 'Keyboard' bezeichnet und komplett verwirrend wird es, wenn man so mancher dann ein Home Keyboard auch noch als Klavier bezeichnet, was natürlich Quatsch ist. Nur ein Klavier ist ein Klavier!

Kaufberatung: Das erste Klavier oder Keyboard

Aus den oben ausgeführten Gründen (zu teuer, zu laut, zu schwer) wird es realistischerweise nur den allerwenigsten Kindern möglich sein, auf einem echten Klavier zu lernen. Es stellt sich also die Frage nach geeigneten Alternativen. Meiner Ansicht nach sind aus pädagogischen Gründe diejenigen elektronischen/digitalen Geräte die geeignetsten, die dem Klavier in Klang und Bespielbarkeit am nächsten kommen.

Das 'klassische' Digital Piano

Hier ist zunächst einmal das Digital Piano zu nennen. Dieser Keyboard-Typ zeichnet sich aus durch die folgenden Eigenschaften:

  • 88 gewichtete Tasten (dem Tonumfang und der Mechanik einer echten Klaviertastatur nachempfunden).
  • Anschlagsdynamik (die Lautstärke des erzeugten Tons richtet sich danach, wie fest die jeweilige Taste angeschlagen wird).
  • Ein realistischer Klavierklang und zumeist noch weitere Sounds wie Orgel, Streicher, Bläser etc.
  • Ein edel wirkendes Holzgehäuse mit 3 Pedalen und eingebauten Lautsprechern.
Keyboard & Klavier für Kinder Detailansicht

Ein solches Instrument gibt es ab etwa 350 Euro von einer Vielzahl von Herstellern. Obwohl das Gewicht eines solchen Digital Pianos mit 35-40 Kilo deutlich geringer ist als das eines echten Klaviers, ist es nicht dazu bestimmt, ständig transportiert zu werden. Es ist (ähnlich wie ein echtes Klavier) dazu bestimmt, an einem festen Platz im Haus zu stehen, sei es das Kinderzimmer oder das Wohnzimmer. Ein großer Vorteil gegenüber dem echten Klavier ist der Lautstärkeregler! Man kann mit einem Digital Piano natürlich auch maximal laut sein, man kann es aber eben auch leise spielen oder mit einem Kopfhörer und somit den Mitbewohnern und Nachbarn die Übungseinheiten ersparen.

Varianten des Digital Piano

Es gibt unzählige Varianten des Digital Pianos, die alle eines gemeinsam haben: Die realistische Nachbildung des natürlichen 'echten' Klavierklangs. Das war es aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Alles andere ist optional: Der Holzrahmen, die eingebauten Lautsprecher, die Pedale, die Anzahl der Tasten, die Gewichtung der Tasten (gewichtet, ungewichtet, halb gewichtet), die Anzahl und Qualität der zusätzlichen Sounds und vieles mehr. Wenn man also aus Platzgründen, aus Geldgründen, aus Gewichtsgründen (Stichwort 'transportabel') auf den üblichen Holzrahmen verzichten möchte, ebenso auf die unteren und oberen Oktaven (die ohnehin am Anfang kaum zum Einsatz kommen werden), dann kann man ein voll transportables und gut klingendes Digital Piano bereits ab etwa 160-180 Euro bekommen. Dazu braucht man dann noch separat ein Sustain Pedal und einen Keyboardständer.

Das Home Keyboard

Für ein Kind zum Einstieg in die Welt der Musik empfehle ich ganz klar ein Digital Piano (s.o.) in einer der beschriebenen Varianten. Falls das aus irgendeinem Grund nicht in Frage kommt oder vielleicht doch noch zu teuer ist, dann gibt es noch die sogenannten Home Keyboards (ab ca. 60 Euro). Ich persönlich halte überhaupt nichts von derartigen Geräten. Was mich daran (neben den minderwertigen Sounds) am meisten stört, ist der pädagogische Aspekt. Diese Piepskisten verfügen in der Regel über eine Begleitautomatik (sogenannte 'Styles'). Das Kind wird dazu animiert, nur noch einen Knopf zu drücken und sofort klappert es los. L(i)eblose Beats, Akkorde, alles vollautomatisch. Der Lerneffekt geht gegen Null. Bei einigen der Geräte werden Dur-Akkorde mit nur einem Finger gespielt, Moll-Akkorde mit 2 Fingern (ein pädagogisches Desaster). Wenn ein Kind an einem derartigen Gerät spielen lernt (falls es dabei überhaupt etwa lernt) und dann mal an einem echten Klavier sitzt, wird es sich hoffnungslos überfordert fühlen. Lost in translation.

Es gibt für mich nur einen Anwendungsfall, bei dem ich ein Home Keyboard für eine gute Idee halte: Wenn sich Ihr Kind zwar für Musik interessiert aber eher aus einer DJ- oder Producerrolle heraus. Wenn es sich weniger für die 'handwerkliche' Seite des Spielens eines Instruments interessiert sondern wenn sich ihr Kind eher durch technisches Interesse, technische Kreativität und Experimentierfreudigkeit auszeichnet. Wenn es also NICHT das Ziel ist, tatsächlich ein Instrument zu spielen, sondern Sounds zu erzeugen, gegebenenfalls in Kombination mit entsprechender Music Production Software (Logic Pro, Ableton Live, Pro Tools, Cubase o.ä.). Falls Sie in diese Richtung denken, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass das Keyboard über eine MIDI Schnittstelle oder einen USB Anschluss verfügt, damit es sich über ein Audio Interface mit dem Laptop/Desktop verbinden lässt.

Keyboard & Klavier für Kinder Kaufberatung

Die verschiedenen Tasteninstrumente (Keyboards)

Hörbeispiel 1: Klavier

Die verschiedenen Tasteninstrumente (Keyboards)

Hörbeispiel 2: Orgel

Die verschiedenen Tasteninstrumente (Keyboards)

Hörbeispiel 3: E-Piano (70er Jahre)

Die verschiedenen Tasteninstrumente (Keyboards)

Hörbeispiel 4: Synthesizer

Häufige Fragen

Keyboard oder Klavier — was soll ich kaufen?

Für den ernsthaften Einstieg empfehle ich ein Digital Piano mit gewichteten Tasten statt eines Home Keyboards. Der Grund: Echte Klaviermechanik trainiert die Finger richtig. Durch die Nutzung billiger Keyboards mit leichten (ungewichteten) Plastiktasten gewöhnen sich Kinder falsches Anschlagsverhalten an, welches später nur schwer zu korrigieren ist.

Ab welchem Alter kann mein Kind Klavier lernen?

Mit 4–5 Jahren kann man beginnen — allerdings mit kurzen Übungseinheiten von 10–15 Minuten. Viele Musikschulen bieten speziellen Klavierunterricht für Vorschulkinder an.

Brauche ich ein echtes Klavier oder reicht ein Digitalpiano?

Für den Einstieg und für die meisten Lernenden reicht ein gutes Digitalpiano völlig aus. Vorteile: kein Stimmen nötig, Kopfhöreranschluss für stilles Üben, weniger Platzbedarf. Selbst wenn Ihr kind einmal die Karriere eines Konzertpianisten anstrebt, reicht am Anfang ein Digital Piano völlig aus.

Welches Digitalpiano soll ich kaufen?

Für den Einstieg idealerweise ein 88-Tasten-Digitalpiano mit gewichteter Tastatur ab etwa 350 Euro. Für jüngere Kinder kann ein "abgespecktes" Digital Piano mit 73 oder 61 Tasten als Einstieg dienen — aber möglichst mit anschlagdynamischen Tasten.

Ist Klavierunterricht wirklich notwendig?

Ja, insbesondere am Anfang. Falsches Anschlagsverhalten und Haltungsfehler, die sich einschleichen, sind später sehr schwer zu korrigieren. Ergänzend kann man natürlich auch Apps und YouTube Tutorials benutzten, aber gerade am Anfang ist ein guter Lehrer die beste Investition in die musikalische Zukunft Ihres Kindes.

Ich möchte noch mehr Details!

Im folgenden noch einige Hintergründe zur Technologie moderner Digital Pianos. Diese basieren auf einer mittlerweile äußerst ausgereiften Sample-Technologie und folgen dem Ziel der möglichst naturgetreuen Wiedergabe eines echten Klaviers bzw. Konzertflügels. Das heißt, dass beispielsweise der Klang eines echten Konzertflügels Ton für Ton aufgezeichnet und digital abgespeichert wird (vergleichbar mit dem Prinzip der Audio-CD). Diese Aufzeichnung des echten Tons kann nun auf Tastendruck wiedergegeben werden. Je teurer die Geräte sind, desto aufwändiger ist in der Regel die angewandte Sampletechnologie (bzw. Auflösung). Wenn man sich vergegenwärtigt, was digitaler Speicherplatz pro Kilobyte in den 80er Jahren kostete (als die Technolgie ihren Anfang nahm) und was digitaler Speicher heute kostet, vertseht man, warum die Preise für Digital Pianos inzwischen derart günstig sind.

Zu meiner Zeit als auszubildender Musikalienhändler, Ende der 80er Jahre, kostete ein gutes Digital Piano von Yamaha (aus der Clavinova Serie) noch einige Tausend Deutsche Mark. Heute bekommt man einen wesentlich ausgereifteren Klang für wenige hundert Euro. Der Unterschied zwischen einem echten Klavier und der elektronischen Nachbildung liegt also im wesentlichen nur noch in der Existenz eines "zwischengeschalteten" Lautsprechers. Wenn man den Klang eines echten Klavieres mit Hilfe eines Mikrofons aufzeichnen und über eine Stereoanlage wiedergeben würde, dann könnte das Ergebnis im besten Falle nur so gut sein, wie die Samples eines guten Digital Pianos, denn nun würde man das Ergebnis in beiden Fällen aus einem Lautsprecher (oder Kopfhörer) hören. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Klang eines echtes Klaviers in der Regel nicht vergleichbar ist mit dem Klang eines High-End Konzertflügels (üblicherweise die Sample-Quelle guter Digital Pianos), so muss man konstatieren, dass der Klang eines guten Digital Pianos nicht nur an den eines 'normalen' Klaviers heranreicht, sondern ihn üblicherweise bei weitem übertrifft. Oder anders formuliert: Würde man ein normales Klavier aufnehmen, würde das Ergebnis wohl kaum an die Aufnahme mit Hilfe eines Digital Pianos heranreichenfnahme selbst mit guten Mikrofonen.

Und was ist mit MIDI?
Wenn Sie einen Musikladen betreten, sich an einen Verkäufer wenden und Interesse für ein elektronisches Tasteninstrument bekunden, dann werden Sie sehr bald mit dem Begriff MIDI konfrontiert werden, ganz gleich, ob Sie das hören wollen oder nicht. Ich werde hier nicht in die technischen Details gehen, sondern Ihnen nur eine Idee geben, was MIDI bedeutet. Da sich dieser Abschnitt an "normale" Eltern und nicht an Keyboard-Experten richtet, gehe ich im folgenden davon aus, dass bezüglich der MIDI Terminologie völlige Ahnungslosigkeit herrscht. Alle Experten können diesen Abschnitt getrost überspringen. MIDI ist die Abkürzung für Musical Instrument Digital Interface. 'Musical Instrument' dürfte klar sein. Was ist digital? Auch das setze ich als bekannt voraus. Es bleibt also "Interface". Auch dieser Begriff ist inzwischen eigentlich durchaus vertraut und bekannt aus der allgemeinen Computerwelt, doch gerade der Begriff des "Interface" ist es, der bei Eltern noch immer die größte Verwirrung auslöst. Ein Interface ist eine standardisierte Schnittstelle.

Ein Interface im Zusammenhang von MIDI ist ein Grenzübergang, eine Verbindung, eine Brücke, eine Schnellstraße, ein Kanal zwischen zwei (oder mehr) digitalen Instrumenten. In Form zweier Buchsen und einem Kabel. Früher war das eine 'MIDI out' Buchse auf der einen Seite und eine 'MIDI in' Buchse auf der anderen Seite. Heute findet die Übertragung meist über USB Schnittstellen statt, das Prinzip bleibt aber dasselbe.

Für eine ganz typische Anwendung von MIDI stellen Sie sich bitte folgendes vor: Sie haben ein Keyboard, das lediglich aus Tasten besteht und das alleine ohne zusätzliche Geräte gar nichts kann. Nichts aber auch gar nichts. (Ganz so wie eine PC Tastatur, die ja ohne PC auch nichts kann). Sie können die Tasten herunter drücken, doch Sie hören nichts, denn an Ihrem Keyboard befinden sich zum einen keine Lautsprecher und zum anderen ist keine Elektronik zur Klangerzeugung vorhanden. Die Tasten dienen lediglich dazu, Daten zu senden.

Welche Daten sendet die Tastatur? Wenn Sie eine Taste herunter drücken, dann geben Sie der Tastatur damit einige Informationen, nämlich im wesentlichen, welche Taste Sie gedrückt haben, wie lange Sie diese Taste gedrückt haben, wie stark Sie diese Taste gedrückt haben und noch einiges mehr. Diese Daten übertägt die Tastatur über die MIDI Schnittstelle in Windeseile an ein Audiointerface, welches wiederum die Verbindung zu der Musiksoftware auf ihrem Computer bildet. Oder zu einem Soundmodul, auf dem die Sounds gespeichert sind, die Ihrer Tastatur fehlen. Das Soundmodul oder die Software auf ihrem Computer ist in der Lage, die von der Tastatur gesendeten Befehle zur Tonhöhe, Tonlänge und Vehemenz des Tones (und einiges mehr) zu verstehen und auch zu befolgen.

Der eigentlich Clou: Stellen Sie sich vor, Sie spielen mit Hilfe Ihrer Tastatur ein "C". Oder ein "Fis". Die (Master-) Tastatur teilt dem Soundmodul (oder der Musiksoftware) also umgehend mit, dass Sie nun möglichst bald ein "Fis" zu hören wünschen und zwar ein sehr langes und ein sehr heftig angeschlagenes "Fis". Die Tastatur teilt dem Soundmodul aber nicht mit, ob Sie das "Fis" von einer Trompete hören wollen, einem Klavier, einer Flöte oder Hawaiigitarre. Diese Auswahl müssen (dürfen) Sie nun direkt am Soundmodul einstellen (bzw. an Ihrem PC über dessen Software). Die Tastatur sagt also lediglich, welcher Ton gefragt ist, den Sound können Sie völlig unabhängig vom Ton festlegen, wodurch eine unendliche Anzahl von Sound-Möglichkeiten entsteht und zwar unabhängig vom Zeitpunkt der ursprünglichen Performance. Wenn Sie die 'MIDI Performance' aufzeichnen, können Sie nachträglich sämtliche Parameter verändern, wie etwa den Sound, das Timing, die Tonhöhe, die Tonart und vieles mehr. Die Anzahl der Optionen ist also tatsächlich unendlich. Diese Technologie ist letztlich der Grund, warum heute jeder mit einer 50 Euro Tastatur und einem Laptop mit entsprechender Software ohne weitere Investitionen in teure Studiogeräte, Mischpulte, Mikrofone oder dergleichen Welthits in seinem Schlafzimmer erstellen kann. Einerseits faszinierend, andererseits erschreckend.

Wenn man sich dann allerdings vergegenwärtigt, dass man heute in Zeiten von AI Music nicht mal mehr eine Tastatur braucht sondern sich seine Musik einfach zusammen prompten kannn, dann erscheint die Erstellung von Musik am Laptop mit Hilfe von Tastatur und Musiksoftware schon beinahe wie 'old school'. Wie dem auch sei. Fakt ist, dass man heute Musik generieren kann, ohne Musiker zu sein. So wie Sie digitale Bilder generieren können, ohne Künstler zu sein. Aber vielleicht hat Ihr Kind trotzdem Lust, auf einem echten Instrument zu spielen, mit den eigenen Händen. Es wird ihm sicherlich nicht schaden :)