Schlagzeug für Kinder — Buntes Kinderschlagzeug

Schlagzeug für Kinder

Rhythmus ist die Grundlage aller Musik — und Schlagzeug ist der direkteste Weg dorthin.

Alter Ab 4–5 Jahre (Kinderschlagzeug), ab 7 (echtes Set)
Preis Starter-Set ab ca. 200 €, akustisch oder elektrisch
Unterricht Einzelunterricht sehr empfehlenswert
Lernkurve Erste Rhythmen schnell — Meisterschaft dauert
Lautstärke Akustisch sehr laut — E-Drum als Alternative

Schlagzeug — mehr als nur Lärm machen

Schlagzeug ist das Instrument, das Kinder am häufigsten wollen — und das Eltern am häufigsten fürchten. Zu Recht, denn ein akustisches Schlagzeug ist laut. Aber die gute Nachricht: Mit einem E-Drumset ist das Lärmproblem zumindest stark abgemildert, und das Lernerlebnis ist kaum schlechter.

Rhythmusgefühl ist eine der wichtigsten musikalischen Fähigkeiten überhaupt — und Schlagzeug ist der direkteste Weg, es zu entwickeln. Kinder, die Schlagzeug spielen, werden in jeder 'echten' Band gebraucht und haben oft ein überlegenes Timing verglichen mit anderen Musikern.

Schlagzeug für Kinder Detailansicht

Kaufberatung: Das erste Schlagzeug

Meine Empfehlung für die meisten Familien: Beginnen Sie mit einem E-Drumset. Es gibt inzwischen solide Einstiegsgeräte von zahlreichen Herstellern. Falls Sie ein akustisches Set bevorzugen: Kaufen Sie es im Musikfachhandel, wo ein Fachmann das Set auf die Körpergröße des Kindes einstellen kann.

Schlagzeug für Kinder Kaufberatung

Schlagzeug für Kinder — Hörbeispiel

Wie klingt ein Schlagzeug?

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Die Bassdrum

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Die Snaredrum

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Die Hihats

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Ein Hängetom

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Das Standtom

Die einzelnen Elemente des Schlagzeugs

Das Ride-Becken

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann mein Kind Schlagzeug lernen?

Rhythmusgefühl kann man schon bei Kleinkindern fördern — mit Trommeln und Perkussionsinstrumenten ab 3 Jahren. Ein echtes Schlagzeug-Set ist ab 6–7 Jahren sinnvoll. Viele Musikschulen bieten Schlagzeugunterricht ab 6 Jahren an. Wichtig: Das Set muss zur Körpergröße des Kindes passen.

E-Drum oder akustisches Schlagzeug?

Das ist die Kernfrage für die meisten Eltern. Akustisch fühlt sich echter an — ist aber sehr laut und klingt in einer engen Wohnung oder einem Kellerraum auch meist nicht besonders gut. E-Drums (elektronisch simulierte Schlagzeugelemente) sind deutlich leiser, mit Kopfhörern fast geräuschlos (aber nicht vollständig!) und für Wohnungen und Reihenhäuser oft die einzige Option. Für den Einstieg sind gute E-Drums völlig ok.

Ist ein Schlagzeug zu laut für die Nachbarn?

Ehrliche Antwort: Ein akustisches Schlagzeug ist sehr laut — lauter als die meisten Eltern erwarten. In Mietwohnungen ist es in der Regel nicht möglich, ein akustisches Schlagzeug zu spielen. Schallschutz-Maßnahmen dämpfen nur begrenzt. E-Drums mit Kopfhörern sind die realistische Alternative für die meisten Familien.

Welches Schlagzeug soll ich kaufen?

Für Kinder ab 6 Jahren - nachdem geklärt ist, ob es akustisch oder elektrisch sein soll: (1) akustisch: Ein Starter-Set (5-teilig) ab ca. 200 Euro — dazu Hardware und Becken. Achtung: Die Becken bezahlt man in der Regel extra! (2) elektrisch: Ein E-Drum Starter Kit, ebenfalls ab etwa 200 €. Kaufen Sie im Musikfachhandel, denn die Einstellung und Sitzposition sind wichtig.

Braucht mein Kind Schlagzeugunterricht?

Ja, zumindest am Anfang und insbesondere für eine gesunde Technik und um Tendinitis (Überlastungsschäden) zu vermeiden. Ein guter Lehrer lehrt richtige Stockhaltung, Sitzhaltung und Pedalarbeit. Das verhindert Verletzungen und beschleunigt den Lernfortschritt enorm.

Ich möchte noch mehr Details!

Für viele Menschen ist es gar kein Musikinstrument, für andere ist es das Instrument schlechthin — unstrittig ist aber, dass es eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit ist. Zwei häufige Fragen vorab: Sollten bereits Kinder Schlagzeug spielen? Ja! Sollten Mädchen Schlagzeug spielen? Unbedingt ja!

Die Elemente des Schlagzeugs
Die drei wichtigsten Elemente für jeden Rhythmus sind die Bassdrum, die Snaredrum und die Hi-Hats. Stellen Sie sich einen Beatboxer vor: Das tiefe „Bumm" ist die Bassdrum, das scharfe „Tscha" ist die Snare, und das durchgehende „ts" imitiert die Hi-Hats.

Die Hi-Hats sind zwei Becken, die aufeinanderliegen und mit einer Maschine geöffnet oder geschlossen werden können. Geschlossen klingt ein Schlag darauf scharf und gedämpft — ideal für durchlaufende Rhythmen. Die Bassdrum liegt vor dem Schlagzeuger und wird mit einem Fußpedal angeschlagen. Die Snaredrum verdankt ihren charakteristischen Klang dem „Snareteppich" — einem Metallgeflecht, das von unten gegen das Fell gedrückt wird und das typische Schnarren erzeugt. Ohne die Snaredrum wäre Rock- und Popmusik nicht das, was sie sind.

Dazu kommen Tomtoms (meist 3) für Akzente sowie das Crash-Becken und das Ride-Becken — letzteres wird oft in Refrains eingesetzt, um Liedteile voneinander abzugrenzen.

Wichtig beim Kauf: Becken sind nicht inklusive!
Wer ein Schlagzeug kauft, bekommt in der Regel Bassdrum, Snaredrum, Tomtoms und die gesamte Hardware — aber keine Becken. Hi-Hats, Crash und Ride müssen separat angeschafft werden, ebenso der Drum-Hocker (ein Küchenstuhl ist keine Alternative!). Viele Händler bieten günstige Komplettpakete an — beim Preisvergleich sollte man immer prüfen, ob die Becken enthalten sind.

Was kostet ein Schlagzeug?
In der Preisspanne zwischen 500 und 1.000 Euro kann jeder seriöse Musikhändler ein Qualitätsschlagzeug anbieten. Für Premiumprodukte renommierter Hersteller aus Deutschland, Japan oder den USA kann man hingegen auch den Gegenwert eines Kleinwagens investieren. Zum Einstieg gilt: Das Instrument muss spielbar, funktional und gut klingend sein — ein Kind sollte sich ein Premiuminstrument erst durch Leidenschaft und Übung verdienen.

Das Lärm-Problem
Ein Schlagzeug ist laut. In einer Mietwohnung gewinnt man damit keine neuen Freunde (ebenso wenig wie im eigenen Haus, es sei denn, Sie leben alleine mit ihrem trommelnden Kind in einem abgelegenen Schloss). Alternativen: ein geteilter Proberaum (oft über Musikschulen oder Bands zu finden), oder gleich E-Drums (vgl. oben). Ergänzend (zugegebenermaßen unspektakulär) ein „Practice Pad" für Stick-Übungen zuhause (es macht einen Unterschied für die Nerven unbeteiligter Mitbürger, ob das Kind eine Stunde Snare-Etüden auf einer echten Snare spielt auf einem Practice Pad...).